Datensouveränität

Wissen, wo Ihre Daten liegen. Und wer darüber entscheidet.

Für Handwerk, Vereine und kleine Firmen: Ich zeige Ihnen drei Fragen, an denen Abhängigkeit sichtbar wird, und begleite Sie bei Alternativen, die Sie selbst in der Hand behalten.

Drei Ebenen der Souveränität Drei Ringe um den Kern „Ihre Daten“: Standort, Hoheit, Ausstiegsfähigkeit. Ihre Daten 1 Standort 2 Hoheit 3 Ausstiegsfähigkeit

Drei Ebenen

Souveränität ist mehr als „Server in Deutschland“

Drei Fragen helfen, Ihre Lage einzuordnen. Jede hat eine eigene Antwort und eine eigene Maßnahme.

Ebene 1 · Standort

Wo liegen Ihre Daten?

Rechenzentrum, Land, Anbieter. Das ist die sichtbarste Frage, aber nicht die einzige.

Maßnahme: Speicherort bewusst wählen.

Ebene 2 · Hoheit

Wer hat Zugriff und Recht darüber?

Für welchen Rechtsraum gilt der Anbieter? Wer kann Daten einsehen, sperren oder herausgeben müssen?

Maßnahme: Anbieter und Vertragslage klären.

Ebene 3 · Ausstieg

Könnten Sie morgen wechseln?

Offene Formate, Exportwege, Quellcode. Wer gehen kann, ist unabhängig, auch wenn er bleibt.

Maßnahme: Exitplan und offene Formate.

Warum jetzt

Viele Betriebe spüren die Abhängigkeit längst.

85 %sagen: Deutschland ist zu abhängig von US-Cloud-Anbietern.
71 %beziehen derzeit Cloud-Angebote aus den USA.
43 %sehen aktuell keine gleichwertigen europäischen Alternativen zu US-Hyperscalern.

Quelle: Bitkom Research, repräsentative Telefonbefragung von 603 Unternehmen in Deutschland ab 20 Beschäftigten (Kalenderwochen 14 bis 20/2026), veröffentlicht am 17.06.2026. Kleinere Betriebe sind in dieser Befragung nicht erfasst. Zur Pressemitteilung von Bitkom.

Zugleich war der rechtliche Rahmen für Datenübermittlungen in die USA wiederholt Gegenstand von Gerichtsverfahren (zuletzt das Rechtsmittel gegen das Urteil des EU-Gerichts vom 3. September 2025). Wer seine Daten selbst im Griff hat, ist von solchen Entwicklungen weniger abhängig.

Office-Umstieg

Microsoft 365 und eine offene Alternative im Vergleich

Ohne Schlagworte: Was sich ändert, was gleich bleibt, und wo es Grenzen gibt.

Vergleich von Microsoft 365 und Nextcloud mit Collabora Online
KriteriumMicrosoft 365Nextcloud mit Collabora Online
SpeicherortBeim Anbieter, Region teilweise wählbarDort, wo Sie es entscheiden
QuellcodeNicht einsehbarOffen einsehbar
KostenAbo pro Nutzer und MonatSoftware ohne Lizenzgebühr, Kosten für Hosting und Einführung
AusstiegExport möglich, Aufwand je nach NutzungOffene Formate, Daten bleiben bei Ihnen
GrenzenSehr großer FunktionsumfangWeniger Zusatzfunktionen, Branchensoftware vorher prüfen

Stand Oktober 2026. Die Tabelle ist eine Orientierung. Funktionsumfang und Lizenzmodelle ändern sich, im Check klären wir Ihre konkrete Lage.

Ehrlich gesagt: Ein Umstieg lohnt sich nicht für jeden. Wer stark auf Outlook, Teams oder komplexe Excel-Makros baut, sollte schrittweise vorgehen oder einzelne Teile behalten. Genau das klären wir im Check, bevor Sie Geld ausgeben.

Mein Baukasten

Vier Bausteine, die zusammenpassen

DateienNextcloudAblage, Teilen, Kalender, Kontakte
DokumenteCollabora OnlineTexte und Tabellen im Browser bearbeiten
BelegePaperless-ngxScannen, Verschlagworten, Wiederfinden
E-MailBeim Anbieter Ihrer WahlIch rate davon ab, einen Mailserver selbst zu betreiben.

Ich setze auf Open-Source-Bausteine, die auch in der Office-Suite openDesk für die öffentliche Verwaltung enthalten sind (z. B. Nextcloud und Collabora), bin aber kein Partner von openDesk oder openCode.

Kostenloser Selbstcheck

Wie unabhängig sind Sie heute?

Fünf Fragen, etwa zwei Minuten. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Ihre Antworten verlassen Ihren Browser nicht, bis Sie sich melden.

0 von 5 beantwortet
1.Wo liegen Ihre Kundendaten und Dateien überwiegend?
2.Wissen Sie, welche Anbieter Zugriff auf Ihre Daten haben und welchem Recht sie unterliegen?
3.Könnten Sie Ihre Daten in offenen Formaten exportieren und woanders weiterarbeiten?
4.Wie stark hängt Ihr Betrieb an einem einzelnen Anbieter (E-Mail, Office, Ablage)?
5.Gibt es eine Datensicherung außerhalb Ihres Anbieters, die Sie schon einmal zurückgespielt haben?

Der Check ist eine Orientierung und keine Rechtsberatung.

Wofür Sie ein Systemhaus brauchen

Ich bin ein Ein-Personen-Studio und das ist bewusst so. Deshalb gilt: Ich hoste und betreibe nichts für Sie, biete keinen Bereitschaftsdienst und keine garantierten Reaktionszeiten, und ich betreibe oder migriere keine Mailserver, Exchange- oder Active-Directory-Umgebungen. Wenn Sie genau das brauchen, empfehle ich Ihnen gern, was Sie bei einem Systemhaus mit Betrieb anfragen sollten.

Bei besonders schützenswerten Daten, etwa Gesundheitsdaten oder Mandatsdaten von Berufsgeheimnisträgern, berate ich zu den Grundlagen, greife aber nicht auf Echtdaten zu.

Hosting-Checkliste zum Mitnehmen

Zehn Fragen, mit denen Sie Hoster vergleichen. Ohne Anbieterempfehlung und ohne Provision, als PDF und als Seite. Ohne Anmeldung.

FAQ

Häufige Fragen zur Datensouveränität

Was bedeutet Datensouveränität konkret?

Sie wissen, wo Ihre Daten liegen, wer darauf zugreifen kann und ob Sie wechseln könnten. Das sind drei Fragen: Standort, Hoheit, Ausstieg.

Ist Open Source automatisch sicher?

Nein. Open Source macht den Quellcode einsehbar und unabhängig von einem einzelnen Anbieter. Sicherheit entsteht durch saubere Einrichtung, Updates, Backups und Zugriffsrechte. Deshalb übergebe ich ein Betriebshandbuch und schule Sie.

Wer macht Updates und Backups?

Sie bzw. die von Ihnen benannte Person, mit dem Betriebshandbuch als Anleitung. Wählen Sie einen Hoster mit verwalteter Nextcloud, übernimmt er einen Teil davon. Im Check klären wir, welches Modell zu Ihnen passt.

Was kostet der laufende Betrieb?

Die Software kostet keine Lizenzgebühr. Es fallen Kosten für Hosting an, die Sie direkt an den Hoster zahlen, und Ihre Zeit für Pflege. Wie hoch die Hosting-Kosten sind, hängt von Anbieter, Nutzerzahl und Datenmenge ab. Mit der Hosting-Checkliste holen Sie sich Angebote, die Sie vergleichen können.

Gilt das auch für Praxen und Kanzleien?

Dafür gelten strengere Vorgaben. Ich berate zu den Grundlagen, greife aber nicht auf Echtdaten zu und betreibe nichts für Sie. Für den Betrieb brauchen Sie einen Dienstleister, der das vertraglich tragen kann.

Lassen Sie uns reden. Kostenloses Erstgespräch, 30 Minuten. Ich antworte in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

Quellen

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